Die zahlreichen Museen, Baudenkmäler, Kirchen und Kathedralen machen die Hauptstadt der Toskana zu einer kulturell reichhaltigen Stadt. So ist es nicht verwunderlich, dass das historische Zentrum der Stadt, die Altstadt 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Außerdem besitzt die Stadt zahlreiche Theater, wie zum Beispiel das Stadttheater "Teatro Comunale" oder das "Maggio Musicale Fiorentino", in denen das ganze Jahr über viele Veranstaltungen stattfinden.
Wer nach Florenz kommt und nur etwas für Kunst übrig hat, sollte sich die wichtigste und bekannteste Kunstsammlung der Welt mit einer unglaublichen Anzahl von Meisterwerken nicht entgehen lassen. Entworfen wurde der ursprüngliche Bürokomplex unter anderem von Vasari. Heute befinden sich auf den verschiedenen Etagen bedeutende Kunstwerke der Malerei und Bildhauerei von der Antike bis hin zum Spätbarock. Die Medici Familie war wieder einmal, die viele der Kunstobjekte beisteuerte und den Bau überhaupt voranbrachte. Hier findet man Werke von Raffael, Botticellis berühmt Gemälde "Die Geburt der Venus"
Piazzale degli Uffizi, da Vinci, Tizian, Caravaggio und noch viele mehr.
50122 Firenze
Tel: 055 294883
http://www.polomuseale.firenze.it/english/musei/uffizi/
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, jeweils 08:15-18:50
Eintritt: Der Preis liegt bei ca. 7 €, man sollte allerdings einmal nachfragen ob man auch ein ermäßigtes Ticket in Anspruch nehmen kann.
Der Renaissance Palast der Familie Pitti befindet sich im Stadtteil Oltrarno, nicht weit von der Bücke Ponte Vecchio entfernt. Brunelleschi entwarf den Palast, die Bauarbeiten mussten dann jedoch im Jahre 1470 aufgrund von Geldmangel eingestellt werden. Die konkurrierende Familie der Medici übernahm dann den weitern Bau. Der festungsähnliche Palast beherbergt heute gleich mehrere Museen, zum Beispiel ein Museum für Silber, ein Porzellanmuseum, Kostüm-Museum oder einer Sammlung von Gemälden aus dem Medici-Besitz. Wer genug von Kunst und Kultur hat, kann sich in den angrenzenden Garten des Palazzo Pittis begeben. Der Boboli Garten lädt zu langen Spaziergängen ein, bei denen man Springbrunnen, Grotten, ein Amphitheater und zahlreiche Skulpturen entdecken kann.
Das alte Gebäude, dessen Bau 1255 begann, diente im 18. Jahrhundert als ein Gefängnis und Schauplatz zahlreicher Hinrichtungen. Erst 1859 wurde aus dem Gebäude ein Museum. Über mehrere Etagen, sowie im Innenhof befinden sich bedeutende Skulpturen von Donatello (darunter zum Beispiel seine Version des Davids), Michalangelo und Giambologna, die teilweise in den Uffizien nicht mehr untergebracht werden konnten. Auch die zwei Bronzetafeln, die die Opferung Isaaks zeigen, von den konkurrierenden Künstlern Ghiberti und Brunelleschi, befinden sich im Besitz des Museo Nazionale del Bargello.
Via del Proconsolo 4
50122 Firenze
Tel: 055 294883
http://www.polomuseale.firenze.it/bargello/
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, jeweils 08:15-18:00
Eintritt: Der Preis liegt bei ca. 4 €, man sollte allerdings einmal nachfragen ob man auch ein ermäßigtes Ticket in Anspruch nehmen kann.
Die Geschichte von Florenz reicht weit zurück. Gegründet wurde die Stadt im Jahre 59 v. Chr. von Julius Cäsar unter dem Namen Florentina im fruchtbaren Arnotal. Diese Zeit prägte das Stadtbild und dessen rechtwinkligen Straßenverlauf bis heute. Damals gab es in Florentina Thermalbäder und ein Amphitheater. Durch die günstige Lage von Florentina und die gute Verbindung nach Rom, Pisa und ans Meer begünstigte den Handel und den Fortschritt.
Einen Rückschlag erlebte die Stadt währen der byzantinischen Rückeroberungskriege, wobei sie fast vollständig zerstört wurde. Die günstige Lage von Florenz am Fluss des Arno und als Station auf der Strecke zwischen Rom und Padania wurden der Stadt zum Verhängnis, da sie somit stark von den Goten und Byzantinern umkämpft wurde. Auch die Langobarden, die ca. 570 n. Chr. Florenz besetzten, brachten lange Zeit keinen wirklichen Aufschwung mit sich. Eine entscheidene Wende war erst die Verlegung des Amtssitzes des Markgrafen Hugo von Lucca nach Florenz, wodurch die Bürger wieder an Macht gewannen. Jedoch spalteten sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts die Bürger in zwei Gruppen, als sowohl der Pabst, als auch der Kaiser Machtansprüche erstellen. Es entstanden Streitereinen zwischen den Anhängern des Papstes, den Guelfen und den Anhängern des Kaisers, den Ghibellinen. Die Machtkämpfe brachten der Stadt jedoch keine wirtschaftlichen Nachteile ein. Jedoch reduzierte die Pest im Jahre 1348 die Einwohner Florenz auf die Hälfte.
Das 14. und 15. Jahrhundert brachte viele bedeutende Künstler und Gelehrte hervor und setzte damit bis heute Maßstäbe in der europäischen Kunst und Kultur. Zu nennen wären da Donatello, Brunelleschi, Botticelli, Michelangelo, da Vinci oder Galileo Galilei. Eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Geschichte Florenz spielte eine reiche Familie. Im 15. und 16. Jahrhundert übte die Familie der Medici einen großen Einfluss auf die Stadt aus. Sie wurden zu einer Großmacht, die die Kunst und Wissenschaft weiter voranbrachte. Erst als sie ausstarben verlor Florenz an kultureller Bedeutung.
Der erste Weltkrieg machte Florenz finanziell zu Schaffen. Im zweiten Weltkrieg wurde Florenz von deutschen Truppen besetzt, die viele Brücken und andere Teile der Stadt zerstörten. Im November des Jahres 1966 wurden viele wertvolle Kunstschätze durch die Arno-Flut beschädigt oder sogar zerstört, was einen unschätzbaren Schaden zur Folge hatte. In der darauf folgenden Zeit vergrößerte sich die Stadt in der Toskana immer weiter, was durch den Tourismus und die Industrie begünstigt wurde.